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Die Unternehmensleiter

George R. Oliver

Vorstandsvorsitzender (CEO), 2017-Gegenwart

George R. Oliver wurde am 1. September 2017 Vorsitzender und CEO von Johnson Controls. Zuvor war er als Präsident und Chief Operating Officer verantwortlich für die operativen Geschäfte des Unternehmens und führte die Integration von Johnson Controls und Tyco nach ihrer Fusion im September 2016.

Vorher arbeitete er als Chief Executive Officer von Tyco und fungierte dort von September 2012 bis zur Fusion des Unternehmens mit Johnson Controls im September 2016 als Mitglied des Aufsichtsrats. Er kam im Juli 2006 als President von Tyco Safety Products zu Tyco. Von 2007 bis 2010 hatte er dazu die Verantwortung als President von Tyco Electrical & Metal Products. 2011 wurde er zum President von Tyco Fire Protection ernannt.

Vor seiner Tätigkeit bei Tyco war er mehr als 20 Jahre lang bei General Electric (GE) tätig. Dort arbeitete er in operativen Rollen mit zunehmender Verantwortung in verschiedenen Abteilungen, darunter als President und Chief Executive Officer von GE Water and Process Technologies und als President und Chief Executive Officer von GE Engine Services sowie vorher in Führungspositionen in den Abteilungen Aircraft Engines und Appliances von GE.

alex molinaroli
Alex Molinaroli

Vorstandsvorsitzender (CEO) 2013-2017

Alex Molinaroli kam im Jahr 1983 zum Unternehmen und durchlief verschiedene Verantwortungsebenen für Steuerungssysteme, Kundenservice und Produktion. Von Mai 2004 bis Anfang 2007 fungierte er als Building Efficiency Vice President & General Manager of North America Systems and the Middle East, bevor er zum President of Power Solutions ernannt wurde.

In dieser Funktion trug er Verantwortung für die Expansion der Batteriesparte in China, für die Entwicklung moderner Batterietechnologien zur Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sowie für die Eröffnung der Batterie-Recyclinganlage in Florence im US-Bundesstaat South Carolina, in der hochmoderne Umweltkontrollsysteme zum Einsatz kommen.

Molinaroli zählt zu den Gründungsmitgliedern der Electrification Coalition, einer gemeinnützigen Interessenvertretung, die sich für die Elektrifizierung des Transportsektors ausspricht.

Stephen Roell

Vorstandsvorsitzender (CEO) 2007–2013

In seinem ersten Job als Lebensmittelhändler entwickelte Stephen Roell eine Arbeitsmoral und ein Geschick, auf die er während seines beruflichen Werdegangs immer wieder zurückgriff. Stephen Roell kam im Jahr 1982 als Anlagen-Controller zu Johnson Controls und war für die Koordinierung der finanziellen Unterstützung der Bereiche Engineering und Fertigung in der Systems & Services Division verantwortlich. Im Jahr 2004 wurde er dann zum Executive Vice President ernannt und spielte eine wichtige Rolle bei der Übernahme von York, der damals größten in der Geschichte des Unternehmens. Drei Jahre später wurde er zum neunten CEO von Johnson Controls berufen.

 

Während seiner Amtszeit verzeichnete das Unternehmen Umsätze in Rekordhöhe – fast 43 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2013 – und richtete den Fokus auf globales Wachstum, darunter auch auf den aufstrebenden globalen Märkten. Stephen Roell führte das Unternehmen sicher durch die Weltwirtschaftskrise und setzte dabei auf eine Neufokussierung, um die steigenden Erwartungen der Kunden zu übertreffen.

stephen roell
john barth
John Barth

Vorstandsvorsitzender (CEO) 2002–2007

Egal, was geschieht: Delegiere niemals einen Kunden. Dies ist die Denkweise, die während der Führung von John Barth herrschte. Soll heißen: Egal, wie weit man in einer Organisation aufsteigt – man muss immer verfügbar sein, um den Anruf eines Kunden entgegenzunehmen.

 

Nachdem Barth seine Karriere als Ingenieur begann, entdeckte er schon bald sein Interesse an Kundenbeziehungen. 1985 kam er mit der Übernahme von Hoover Universal zu Johnson Controls. Bei Hoover hatte er die Kunststoffsparte geleitet. Nun unterstützte er Johnson Controls auf dem Weg zum Multimilliarden-Dollar-Unternehmen. Später leitete Barth die globale Kfz-Sparte, bis er 2002 zum CEO ernannt wurde.

 

In dieser Position leitete Barth 2005 die Akquisition von York International sowie den Vorstoß von Power Solutions in den Bereich Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Zudem trug Barth entscheidend zur Expansion von Johnson Controls in den chinesischen Markt bei. Seine Philosophie „Delegiere niemals einen Kunden“ entsprach genau der Bedeutung, die persönliche Beziehungen in dieser Region haben.

James Keyes

Vorstandsvorsitzender (CEO) 1988–2002

Wie seine Vorgänger Warren Johnson und Joseph Cutler war auch Jim Keyes zunächst als Pädagoge tätig.

 

Als er an seinem Doktor schrieb, empfahl ihm ein Mentor, für einige Jahre in einem Unternehmen zu arbeiten. „Anschließend wirst du ein wesentlich besserer Lehrer sein“, erinnert sich Keyes an die Worte des Mentors. „Doch ich bin nie zurückgekehrt.“ Nach einem Zwischenstop bei KMPG Accounting landete er 1966 bei der Johnson Service Company und blieb bis zum Ende seiner Laufbahn dort.

 

Während Keyes’ Präsidentschaft entwickelte sich Johnson Controls zu einem führenden Automobilzulieferer. Keyes unterstützte den Wiederaufbau der Batteriesparte nach dem Verlust des Kunden Sears und leitete das Geschäft der Temperaturregelungen bei der Umstellung von analog auf digital. Unter seiner Regie versiebenfachten sich die Umsätze.

james keyes
fred brengel
Fred Brengel

Vorstandsvorsitzender (CEO) 1967–1988

„Verhalte dich am Telefon, als hinge dein Job davon ab.“ Während seiner Zeit als Präsident und CEO wurden die Telefone im Unternehmen mit dem Lieblingssatz von Fred Brengel versehen. Er lebte für den Vertrieb und bezeichnet seine erste Position im Unternehmen als Vertriebsingenieur als den „besten Job, den ich je hatte“.

 

Nachdem er 1948 zur Johnson Service Company kam, stieg Brengel immer weiter auf und managte die Niederlassung in Boston sowie die Regionen New England und Midwest, bevor er schließlich Vice President wurde. 40 Jahre war er im Unternehmen tätig, die letzten 20 davon als CEO.

 

Als CEO förderte Brengel die Computerisierung von Temperaturregelungsprodukten und zeichnete sich für Akquisitionen verantwortlich, mit denen das Unternehmen die Märkte für Kfz-Batterien und Automobilsitze betrat. Währenddessen stiegen die Umsätze von 140 Millionen US-Dollar im Jahr 1967 auf 3,1 Milliarden 1988. Jahre später benannte das Unternehmen ein neues Technologiezentrum nach ihm. Brengel starb 2000.

Richard Murphy

präsident 1961–1966

Als die 1960er beginnen und die Johnson Service Company ihr 75-jähriges Bestehen feiert, wechselt der langjährige Mitarbeiter Richard Murphy auf den Präsidentenstuhl. Zwar stand er nur sechs Jahre lang am Ruder, doch insgesamt kann er auf eine längere Unternehmenszugehörigkeit zurückblicken als jeder andere Mitarbeiter: beeindruckende 63 Jahre.

 

Murphy war noch ein Teenager, als er 1918 als Werkstattschreiber engagiert wurde. Als erster Präsident ohne ingenieurwissenschaftlichen oder vertrieblichen Hintergrund war er den Großteil seiner Karriere im Finanz- und Rechnungswesen tätig. Auf die Position als Rechnungsprüfer für die Chicagoer Innenstadt in den 1920ern folgten in den 1930ern und 1940ern Positionen als Sekretär und in der Finanzabteilung. Nach seiner Pensionierung wurde er Vorsitzender der Johnson Controls Foundation. Als er sich 1981 aus dem Vorstand zurückzog, war Murphy 81 Jahre alt. Er verstarb 1989.

richard murphy
joseph cutler
Joseph Cutler

präsident 1938–1960

Wie Unternehmensgründer Warren Johnson unterrichtete auch Joseph Cutler an einem College, während außerhalb des Klassenzimmers seine Kompetenz als technischer Berater gefragt waren.

 

Als er 1912 zur Johnson Service Company kam, arbeitete in den Niederlassungen in Kansas City und Dallas, bevor er im Ersten Weltkrieg für die Division für chemische Kriegsführung der US-Army auf militärische Nitratanlagen geschickt wurde. Nach Kriegsende kehrte er zur Johnson Service Company zurück – dieses Mal in die Niederlassung in Chicago, deren Manager er später wurde.

 

1923 wurde Cutler zum Central District Manager ernannt und übernahm 1938 das Amt des Präsidenten. 22 Jahre lang leitete er die Johnson Service Company durch die Große Depression, den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit. Er gestaltete das Vertriebsteam um, fügte 79 Niederlassungen hinzu und steigerte den Umsatz um mehr als das 20-fache, von 3 Millionen US-Dollar im Jahr 1939 auf 67,3 Millionen 1960. Bis zu seinem Todesjahr 1975 saß Cutler im Vorstand des Unternehmens.

Harry Ellis

präsident 1912–1938

Harry Ellis hatte einen ganz besonderen Bezug zu Kunden: Er heiratete eine von ihnen. Zu Beginn seiner Karriere wurde Ellis häufig an eine Schule in Indianapolis, Indiana, gerufen. Eine Lehrerin dort beschwerte sich über die Feuchtigkeitsregler der Einrichtung. Trotz mehrerer Versuche, das Hygrostat einzustellen, blieb das Problem bestehen. Schließlich fand er eine Lösung, mit der die Beschwerden aufhörten – nicht jedoch die Besuche. Im Jahr 1899 heiratete er die Lehrerin.

 

Ellis war Werbeleiter bei einer Zeitung, als Warren Johnson ihn für die Leitung seines Büros in Chicago einstellte. In seinem Job war Ellis ständig unterwegs und schloss Freundschaften mit Kunden im gesamten Land. Als er nach Warren Johnsons Tod im Jahr 1911 zum Präsident gewählt wurde, konzentrierte Ellis die Tätigkeit der Johnson Service Company ausschließlich auf Temperaturregelungssysteme. Er verkürzte die Arbeitswoche, ohne die Gehälter zu reduzieren, verbesserte die Werkseffizienz, führte ein modernes Buchhaltungssystem ein und senkte die Warenkosten der Vertriebsstellen um 20 Prozent. Ellis starb 1949.

harry ellis
warren johnson
Warren Johnson

präsident 1901–1911

Warren Johnson war der Inbegriff von Erfindungsgeist und Unternehmertum. Er entwarf riesige pneumatische Turmuhren. Er experimentierte mit elektrischen Speicherbatterien und startete einen drahtlosen Telegrafendienst. Er entwickelte dampfbetriebene Fahrzeuge, vom Luxusautomobil bis hin zum ersten Postlieferwagen.

 

In die Geschichte ist Warren Johnson jedoch mit seinem Temperaturregelungssystem eingegangen, das er als Professor am College in Whitewater im US-Bundesstaat Wisconsin entwickelt hatte. Warren Johnson installierte seinen elektrischen Telethermostaten in Klassenzimmern, um für die Studenten ein angenehmes Raumklima zu schaffen. So machte er auch mit den stündlichen Unterbrechungen Schluss, die die Besuche des Hausmeisters mit sich brachten, um die Temperatur in den Klassenzimmern zu prüfen.

 

Bei den über 50 Patenten, die Warren Johnson erhielt, handelt es sich zumeist um Geräte, die die Nutzung der aus Luft-, Dampf- oder Flüssigkeitsdruck gewonnenen umweltfreundlichen Energie zum Ziel hatten. Johnson, der 26 Jahre lang zur Unternehmensleitung gehörte, war in erster Linie ein Erfinder, der sich für kontinuierliche Verbesserungen von Qualität, Service und Produktivität und das Einhalten von Kundenversprechen engagierte. Diese Prinzipien galten für Johnson Controls in den 125 Jahren der Firmengeschichte als Richtlinien.

William Plankinton

präsident 1885–1901

Entgegen der verbreiteten Meinung war der erste Präsident des Unternehmens nicht Warren Johnson. Es war William Plankinton – ein Risikokapitalgeber, der ihn finanzierte.

 

1885 investierte Plankinton 150.000 US-Dollar in die Johnson Electric Service Company – damals eine stattliche Summe. Im Gegenzug erhielt er das Miteigentum an den aktuellen und zukünftigen Patenten des Unternehmens, 1.499 Anteile und den Titel des Präsidenten. Der Investor sorgte dafür, dass die Produkte der Johnson Electric Service Company in den Wohngebäuden und Geschäften seiner wohlhabenden Freunde, der öffentlichen Bibliothek und dem Rathaus von Milwaukee installiert wurden.

 

Johnson Controls ist übrigens nicht die einzige Marke, die ihren Beginn der Plankinton-Familie zu verdanken hat. Mit dem Geld der Plankintons, die ursprünglich in der Fleischbranche tätig war, wurden auch die Firmen Armour-Eckridge Meats und The Dial Corporation unterstützt.

william plankinton