Home > Über uns > Nachhaltigkeit > "Grüner" Kunststoff

"Grüner" Kunststoff

Green pellets

Recyclinglösungen im Fahrzeugbereich bereits in der Produktion

Manchmal müssen wir uns nur die bereits vorhandenen Verfahren einfach genau und kritisch anschauen, um den Weg zu einer saubereren Welt zu erkennen – und dabei müssen wir unsere Materialien bestmöglich nutzen, um die Abfälle und den Energieeinsatz zu reduzieren. Dieser Grundgedanke hat dazu geführt, dass Johnson Controls Materialrecyclingprozesse in der Automobilindustrie verwendet. Für die Umwelt ist das schlichtweg ein Segen.
Zentrale Elemente für den Prozess sind die Stanzabfälle. Hier handelt es sich um Material, dass in bestimmten Formen ausgestanzt wird. Bei Johnson Controls wurden zwei derartige Recyclingverfahrn entwickelt - eines für Naturfasern und das andere für mit glasfaserverstärkte Kunststoffe. Und so funktioniert es:

Recycling von Naturfasern: Beim Recycling-Verfahren mit Naturfasern werden die Stanzabfälle, die während der Herstellung von Lehnenspannteilen für Sitze entstehen, gesammelt. Das Naturfasermaterial, das auch „Fibrowood" genannt wird, kann dann erneut verwendet werden. Die Stanzabfälle werden getrennt, zerkleinert und mit Polypropylengranulat vermischt. Danach steht das Trägermaterial in Form einer Spritzgießkomponente zur Weiterverarbeitung bereit. Das Material nach dem Stanzprozess ähnelt dem Material, das für die Produktion der Lehnenspannteile verwendet wurde. Daher stellte sich die Frage, ob das Material nicht auch für andere Teile eingesetzt werden könnte wie die Befestigungs-Haken für die Lehnenspannteile.

Recycling von Glasfaser: Johnson Controls verwendet auch einen Recyclingprozess für glasfaserverstärkte Kunststoffe. Normalerweise werden solche Materialien für Cockpits und Instrumententafeln verwendet. Demnach könnten Produktionsabfälle wieder verwendet werden und neu in den Herstellungsprozess für weitere Cockpits und Instrumententafeln eingebunden werden. Dabei müssen die Abfälle zunächst vermahlen und danach in seine Bestandteile aus glasfaserverstärktem Trägerwerkstoff, PVC-Haut und PUR-Schaum getrennt werden. Das Granulat aus glasfaserverstärktem Trägerwerkstoff kann anschließend aufgrund der annähernd gleichen technischen Eigenschaften wie Neumaterial für die Fertigung von Komponenten des gleichen Bauteils eingesetzt werden.
Ungeachtet dessen, welche Faserart recycelt wird, ist das Egebnis immer das gleiche: Weniger Abfall. Mehr Recycling. Weniger Energieverbrauch. Größere Kosteneinsparungen.